Pentagon weiß nichts von Erschöpfung im Anti-Terror-Kampf

28. März 2002, 21:21
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Washington dementiert Medienberichte - Irak-Sanktionen: Annäherung zwischen USA und Russland

Moskau/Washington - Russland und die USA sind sich nach Angaben von Diplomaten beider Länder in der Frage von neuen Bestimmungen für die Sanktionen gegen Irak näher gekommen. Dabei geht es um das Abkommen Öl-für-Lebensmittel, dass es Bagdad erlaubt, eine bestimmte Menge Öl aus-und dafür Nahrungsmittel und Medikamente einzuführen. Ziel der neuen Bestimmungen soll es sein, die Auflagen für rein zivile Güter zu lockern oder ganz aufzuheben, bei möglicherweise militärischen Gütern sollen die Kontrollen aber verstärkt werden.

Die USA und Russland wollen die bisherigen Regelungen bis zum 30 Mai überarbeitet haben. Das russische Außenministerium erklärte am Donnerstag nach zweitägigen Beratungen, es habe deutliche Fortschritte gegeben.

Die USA haben unterdessen am Donnerstag Berichte zurückgewiesen, dass ihre Streitkräfte im Kampf gegen den Terrorismus überfordert und erschöpft und daher nicht für einen etwaigen Angriff auf den Irak gerüstet seien. Falsch seien auch Behauptungen über unzureichende Munitionsvorräte. Verteidigungungsminister Donald Rumsfeld unterstrich in Washington ohne nähere Angabe von Einzelheiten: "Sie können absolut sicher sein, dass die USA dazu in der Lage sind, falls sie eine Aktivität planen." Generalstabschef Richard Myers sagte, das Militär sei bereit durchzuführen, was immer immer US-Präsident George W. Bush entscheiden sollte.

Rumsfeld appellierte an andere Regierungen, mehr Geld für die Verbesserung der Sicherheit in Afghanistan zu geben. Die internationale Hilfskonferenz habe dafür so gut wie keine Mittel bewilligt. Ohne Sicherheit seien in dem Land Fortschritte und ein Ende des Einsatzes von Friedenstruppen nicht möglich.

Der Verteidigungsminister stellte ferner klar, dass selbst ein Freispruch durch ein amerikanisches Militärgericht nicht automatisch die Freiheit für gefangene El Kaida- oder Talibankämpfer bedeuten wird. Die USA würden es keinem feindlichen Kämpfer gestatten, auf das Schlachtfeld zurückzukehren, solange der Konflikt anhalte, sagte er. Er rechne damit, dass eine "beträchtliche Anzahl" in Gefangenschaft bleiben werde, solange es ein funktionsfähiges globales Terroristennetzwerk gebe.(APA/AP/dpa)

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