Angst kommt früh ins Gehirn

28. März 2002, 20:00
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Ihre biochemischen Wurzeln liegen in der frühen Kindheit unmittelbar nach der Geburt

New York - Übermäßige Angstbereitschaft bei Erwachsenen hat ihre biochemischen Wurzeln in der frühen Kindheit unmittelbar nach der Geburt. Das zeigen zumindest Versuchsmäuse, denen an der Columbia University mit gentechnischen Tricks Rezeptoren für den Neurotransmitter Serotonin im Gehirn zeitlich und regional differenziert ausgeschaltet wurden.

Dieser Schalter war so gebaut, dass er über Antibiotika im Futter umgelegt werden konnte, was das Studium verschiedener Lebensphasen ermöglichte. Bei ausgewachsenen und halbwüchsigen Mäusen bewirkte das Abschalten nichts, nur bei den ganz jungen spielt Serotonin offenbar eine zentrale Rolle in den Verschaltungen der vorderen Teile des Gehirns. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29. 3. 2002)

Vgl. "Nature", Vol. 416, S. 396
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