Euro: Kundenschlangen an den OeNB-Kassen

28. März 2002, 17:38
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Vorletzter Umtauschtag von Barbeständen aus fremden Euroländern verlief weitgehend reibungslos - Chaos in Deutschland

Wien/Frankfurt - Am Freitag ist der letzte Tag, an dem es möglich ist, bei der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) letzte Barbestände aus fremden Euroländern ohne Spesen in Euro umzutauschen. Der Umtausch von Schilling in Euro ist bei der Nationalbank nach wie vor für Beträge jeder Größenordnung kostenlos möglich, und zwar unbefristet.

Am Nachmittag gegen 15 Uhr standen rund 250 Menschen vor den OeNB-Kassenschaltern in Wien. In Österreich war der vorletzte Tag der Umtauschaktion an den Notenbankkassen. Normalerweise ist bei der Nationalbank um 15 Uhr Kassaschluss, aber auf Grund des großen Andrangs hat sich die Nationalbank entschlossen, solange zu bedienen, bis alle Kunden ihr Geld umgetauscht haben.

Chaos in Deutschland

In Deutschland ist am Freitag ein Feiertag, deshalb war dort bereits am Donnerstag der letztmögliche Umtauschtag an den Zentralbankkassen. Die Landesbanken sperrten dort pünktlich um 12.30 die Tore. Es kam zu wilden Protesten von Kunden vor den einzelnen Landesbanken, weil Kunden förmlich "die Türe vor der Nase geschlossen wurden", berichteten deutsche Nachrichtenagenturen. Allein in Berlin tauschten heute noch insgesamt mehr als tausend Menschen alte Scheine aus einem der elf anderen Eurozone-Staaten in Euro um. (APA)

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