Castro lädt Carter nach Kuba ein

28. März 2002, 18:25
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"Wenn er es wünscht, füllen wir ihm den Platz der Revolution, damit er dort jede Art von Kritik vortragen kann"

Havanna - Der kubanische Präsident Fidel Castro hat den ehemaligen amerikanischen Präsidenten Jimmy Carter eingeladen, die Karibik-Insel zu besuchen. "Wir wollen, dass er unser Land sieht. Wenn er es wünscht, füllen wir ihm den Platz der Revolution, damit er dort jede Art von Kritik vortragen kann", sagte Castro bei einer Rede am Mittwochabend (Ortszeit) in Havanna.

In der US-Presse hatte es in den vergangenen Tagen Berichte gegeben, dass Carter eine Reise nach Kuba beabsichtigt. Castro sagte in seiner Rede, Carter habe ihn schon einmal 1994 während der Flüchtlingskrise angerufen und seine Vermittlerdienste angeboten. Damals habe ihm die US-Regierung von Bill Clinton aber keine Reiseerlaubnis erteilt.

Carter war der sechste von insgesamt zehn US-Präsidenten, denen sich Castro seit dem Sieg der Revolution 1959 gegenüber sah. Zu seiner Regierungszeit (1977-1981) war das stets gespannte Verhältnis zwischen Washington und Havanna vor allem durch das militärische Engagement Kubas in Afrika belastet. (APA/dpa)

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