Gentechnikfreier Mais für Österreich

28. März 2002, 18:13
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Neue Marke soll hochwertige Qualität und den bäuerlichen Umsatz sichern

Wien - Die Raiffeisen Ware Austria (RWA) hat ein großes Projekt für zertifiziert Gentech-freien österreichischen Mais gestartet. Gemeinsam mit heimischen LandwirtInnen wird beginnend mit der Ernte 2002 entsprechender Mais angebaut und eine eigene Marke dafür kreiert. "Dieses Projekt legt den Grundstein für eine gentechnikfreie Zukunft Österreichs", begrüßte die Umweltschutzorganisation Global 2000 die Initiative.

Global zufolge sind flächendeckende GMO-freie Maisanbauzonen in den Regionen Weinviertel, Marchfeld, Bruck/Ebreichsdorf, Enns und Wels sowie in der Steiermark geplant. Heuer sollen bereits 230.000 Tonnen - das ist mehr als ein Drittel der gesamten österreichischen Produktion - zertifiziert GMO-freier Mais geliefert werden.

Konkurrenz der Billigsorten

Ein Ziel des Zertifikats ist es, österreichischen Mais gegenüber billigen Ostimporten - mit denen nach der geplanten Öffnung des Marktes seitens der EU zu rechnen ist - zu stärken. "Wirtschaftlich wird die Gentech-Freiheit als einzige Chance gewertet, in Zukunft gegen die Billigimporte aus Osteuropa zu bestehen, da es einen weltweit wachsenden Markt für hochwertige Lebensmittel gibt", so Global.

"Endlich erkennt die Landwirtschaft, dass ihre Zukunft in der Produktion hochwertiger gentechnikfreier Lebensmittel liegt. Schon heuer wird mehr als ein Drittel der österreichischen Maisproduktion zertifiziert gentechnikfrei sein", hieß es seitens Global 2000. (APA)

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