"Deeskalierende Schritte" im Nahost-Konflikt gefordert

28. März 2002, 15:29
posten

"Frauen in Schwarz" richten Appell an österreichische Bundesregierung

Wien - Die so genannten "Frauen in Schwarz", eine mittlerweile internationale Frauenbewegung gegen Krieg und Gewalt, haben in Wien an die österreichische Bundesregierung appelliert, "deeskalierende Schritte" im Nahost-Konflikt zu setzen. Dem Selbstbestimmungsrecht des palästinensischen Volkes müsse endlich zum Durchbruch verholfen werden, heißt es laut Presseaussendung vom Donnerstag in dem Appell mit rund 1.200 Unterschriften an Außenministerin Benita Ferrero-Waldner.

Schwarz als Zeichen der Trauer

Mit ihrer schwarzen Kleidung wollen die Frauen die Trauer um die Opfer des Konflikts ausdrücken. Sie fordern faire Verhandlungen für einen gerechten Frieden und internationalen Schutz für die palästinensische Bevölkerung.

Gefordert werden ein sofortiges Ende der israelischen Besatzungs- und Abriegelungspolitik, der andauernden israelischen Besiedlung palästinensischen Territoriums, sowie der wirtschaftlichen Erdrosselung der Bevölkerung. Nur ein Rückzug des israelischen Militärs von palästinensischem Land, die Stationierung einer internationalen Schutztruppe und eine anzustrebende Lösung im Sinne des Zwei-Staaten-Modells könnten zu Fortschritten führen.

Österreich größtenteils d'accord

In diesem Sinne seien außenpolitische Initiativen Österreichs dringend geboten. Gesandter Ralph Scheide, der die Delegation der Frauen namens des Außenamtes empfing, habe "große Übereinstimmung" mit ihren Anliegen gezeigt, wie es in der Aussendung heißt. Österreich, so der Diplomat, wirke vor allem im Rahmen der EU als auch in eigenständiger wirtschaftlicher und finanzieller Unterstützung für palästinensische Projekte sowie diplomatisch auf Grund traditionell guter Kontakte im arabischen Raum für die Bereitstellung guter Dienste, um Initiativen zur friedlichen Lösung des Konflikts auf den Weg zu bringen.

(apa)

Share if you care.