Mobilcom-Deal im Visier der deutschen Börseaufsicht

28. März 2002, 14:55
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Frankfurt - Der Verkauf der Mobilcom-Anteile von Großaktionär Gerhard Schmid hat das deutsche Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel auf den Plan gerufen. Das Amt prüft nach eigenen Angaben vom Donnerstag, ob das neue Übernahmegesetz auf diesen Fall anwendbar ist. Dahinter stehe die Frage, ob ein Angebot für die übrigen Aktionäre abgegeben werden müsse. Das Übernahmegesetz schreibt den Angaben zufolge vor, dass ein Investor, der mehr als 30 Prozent eines Unternehmens erwirbt, den übrigen Aktionären an Angebot unterbreiten muss.

Das BAWe werde jetzt die Beteiligten um Auskunft bitten, erklärte eine Sprecherin und bestätigte einen entsprechenden Vorabbericht von "Euro am Sonntag". Sollte das Amt zu dem Ergebnis kommen, dass das Übernahmegesetz anwendbar sei, werde es die Mobilcom-Erwerber auffordern, den anderen Aktionären ein Angebot zu machen. Bei einem Verstoß gegen das Übernahmegesetz droht ein Bußgeld von bis zu einer Million Euro. Zudem darf der Großaktionär seine Stimmrechte auf der Hauptversammlung nicht mehr ausüben. (APA)

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