Internetanbieter Tiscali mit Milliardenverlust

28. März 2002, 17:04
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Nach Mega-Wertberichtigungen 1,7 Milliarden Euro Verlust - Umsatz auf 635,7 Millionen Euro angestiegen

Der italienische Internetanbieter Tiscali hat im vergangenen Jahr 2001 einen Verlust von 1,7 Milliarden Euro erlitten. Der Grund seien vor allem Abschreibungen auf Beteiligungen in Höhe von 815 Millionen Euro, teilte Tiscali am Donnerstag in Mailand mit.

Überschreitung

Außerdem hätten Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 202 Millionen Euro das Ergebnis stark belastet. Im Jahr 2000 hatte der Verlust noch 181 Millionen Euro betragen. Der Umsatz schoss dagegen 2001 um 267 Prozent auf 635,7 Millionen Euro hoch.

Der italienische Internetanbieter Tiscali bezeichnet das vergangenen Jahr 2001 als "kritisch". Die Struktur der Gruppe sei nach der Integration der akquirierten Firmen komplett überarbeitet worden. Derzeit habe sich der Konzern einen Akquisitionsstop verordnet. Ziel sei es, auf Basis des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 2002 positiv zu bilanzieren, hieß es aus Unternehmenskreisen zur APA.

Hohen Kosten

Angepeilt werde demnach heuer ein EBITDA von rund 56 Mill. Euro, nach minus 170,4 Euro 2001. Der Umsatz soll von 701,8 Mill. Euro auf über 1 Mrd. Euro ansteigen.

2001 belasteten neben den hohen Abschreibungen auf Beteiligungen vor allem die operativen Kosten das Ergebnis. Diese erhöhten sich im Vorjahr um 273 Prozent auf 216,2 Mill. Euro. Der Konzern begründet die hohen Kosten mit der Expansion im Übersee. (APA)

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