Handybetrug in Oberösterreich aufgeflogen

28. März 2002, 18:28
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161 Verträge bei österreichischen Anbietern abgeschlossen und Gebühren nie bezahlt

Linz - Ein Handybetrügering ist von den oberösterreichischen Sicherheitsbehörden zerschlagen worden. Elf Personen stehen in dringendem Tatverdacht, von Dezember 2000 bis März 2001 bei allen österreichischen Mobilfunk-Anbietern insgesamt 161 Verträge abgeschlossen, die anfallenden Gebührenzahlungen aber nie geleistet zu haben.

Darüber hinaus gebe es Hinweise, dass die beim Vertragsabschluss erstandenen Telefone nach der Entsperrung für die Benützung bei anderen Netzbetreibern weiterverkauft wurden, vorwiegend in Deutschland und Tschechien. Bei den Tatverdächtigen handle es sich, bis auf eine Person, um deutsche Staatsbürger, so die Behörden.

Enormer Schaden

Die Ermittlungen waren nach Anzeigen gegen einzelne Personen durch die Netzbetreiber eingeleitet worden. Dabei stellten die Kriminalbeamten Zusammenhänge zwischen den Verdächtigen fest. Der entstandene Schaden betrage 47.823,28 Euro, so die Sicherheitsdirektion.

Die Handybetrüger gingen immer nach dem selben Muster vor: Bei den Abschlüssen der einzelnen Verträge wurden Scheinnamen beziehungsweise falsche Adressen angegeben. Als Nachweis der Zahlungsfähigkeit wurden Kontokarten von Bankkonten vorgelegt, die sich im Nachhinein als "Scheinkonten" entpuppten.

Die Bande gelangte durch die Vorlage von Gewerbescheinen in einigen Fällen auch zu einer größeren Anzahl an Handys. Alle Tatverdächtigen wurden bei der Staatsanwaltschaft Linz angezeigt. (APA)

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