Kuntzl fordert Jugendbeschäftigungsgipfel

28. März 2002, 12:56
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SPÖ-Bundesgeschäftsführerin konstatiert 7.100 mehr junge Menschen ohne Arbeit im Jahresvergleich

Wien - SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl fordert von der Regierung die Einberufung eines Jugendbeschäftigungsgipfels. Über 41.000 junge Menschen zwischen 15 und 25 seien ohne Arbeit, so Kuntzl am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. Das seien um 7.100 mehr als noch im Vorjahr. Zudem würden Wirtschaftsforscher noch einen Rückgang der Arbeitsplätze prognostizieren. Die Regierung müsse dem mehr entgegensteuern.

Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) habe noch Anfang Februar die Garantie abgegeben, dass "jeder Jugendliche zumindest eine Lehrstelle" bekomme. Seither sei aber nichts passiert, so Kuntzl. Ein Jugendbeschäftigungsgipfel sei daher dringend notwendig. Die Regierung solle sich unmittelbar nach Ostern mit den Sozialpartnern zusammen setzen. Dabei solle ein Maßnahmenkatalog erarbeitet werden, "wie bieten wir jungen Menschen wieder eine Chance".

Die SPÖ habe dazu bereits Maßnahmen vorgeschlagen. So solle der Wirtschaft bzw. Betrieben eine Milliarde Euro zur Verfügung gestellt werden, wenn sie zusätzliche Arbeitsplätze schafft. Die Sparpolitik der Regierung im Bildungsbereich müsse ein Ende haben. Es dürfe nicht sein, dass berufsbildende Schulen Jugendliche abweisen. Zudem solle es bereits in der Mittelstufe Berufs- und Bildungsorientierung als Pflichtfach geben. Für Betriebe die Lehrstellen schaffen, sollten Anreize geschaffen werden, etwa ein Lastenausgleich zwischen Betrieben, die Lehrlinge ausbilden und jenen, die dies nicht tun. (APA)

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