USA heuern 400 Filipinos zum Bau von Gefängnis in Guantanamo an

28. März 2002, 11:08
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Nach "diskreter und gründlicher Überprüfung" durch das FBI

Manila - Die USA haben nach philippinischen Presseberichten 400 Filipinos zum Bau eines Hochsicherheitsgefängnisses in Guantanamo Bay angeheuert. Die Bauarbeiter und Ingenieure hätten die Filipinos bereits letzte Woche mit einem Charterflug verlassen, berichtete der Philippine Daily Inquirer am Donnerstag. Die US-Bundespolizei FBI habe die Arbeiter zuvor "diskret und gründlich" überprüft. Das philippinische Außen- und Arbeitsministerium habe umgehend alle nötigen Formalitäten erledigt, ebenso habe die US-Botschaft in Manila nur fünf Tage für die Einreisevisa der Arbeiter gebraucht. Sowohl die philippinische als auch die US-Regierung seien bemüht, die Anwerbeaktion so wenig wie möglich publik werden zu lassen.

Die Männer sollen den Berichten zufolge etwa 1000 US-Dollar (1145 Euro) Monatsgehalt erhalten sowie freie Verpflegung, Unterkunft und Gesundheitsversorgung. Zur Zeit halten die USA rund 300 El-Kaida- und Taliban-Kämpfer auf dem US-Stützpunkt Guantanamo Bay auf Kuba in käfigartigen Zellen gefangen. Vergangene Woche hatte ein Sprecher des US-Militär gesagt, Mitte April soll ein neues Gefängnis mit 408 Zellen fertig gestellt sein. (APA)

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