Polnischer Erzbischof tritt nach Vorwurf der sexuellen Belästigung zurück

28. März 2002, 13:22
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Er sieht sich als "Opfer von Falschinterpretationen"

Warschau - Nach schweren Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs hat der Erzbischof von Polen seinen Rücktritt eingereicht. Bei einer Messe erklärte Erzbischof Juliusz Paetz am Donnerstag, Papst Johannes Paul II. habe sein Gesuch angenommen. Er habe seinen Rücktritt angeboten, um Schaden von der Kirche im polnischen Posen abzuwenden.

Paetz bezeichnete sich als Opfer von Falschinterpretationen seiner "Freundlichkeit und Spontanität". Eine Zeitung hatte berichtet, mehrere Priester und Kleriker hätten den 67-Jährigen der sexuellen Belästigung beschuldigt. Der Vatikan leitete eine Untersuchung ein. Paetz arbeitete von 1967 bis 1976 im Sekretariat der Bischofssynode im Vatikan. Der Papst ernannte ihn 1982 zum Bischof und 1996 zum Erzbischof. (APA/AP)

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