Denguefieber ist laut Castro in Kuba ausgerottet

28. März 2002, 11:50
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Virus tragende Moskitos wurden systematisch ausgeräuchert

Havanna - Im Kampf gegen das Denguefieber hat Kuba nach den Worten seines Präsidenten Fidel Castro die Oberhand behalten. "Das Denguefiebervirus ist in unserem Land ausgerottet worden", erklärte Castro am Mittwochabend bei einer Ansprache im Carlos-Marx-Theater in Havanna. Dort wurden Studenten und Gesundheitsspezialisten geehrt, die an der Vernichtung der die Seuche übertragenden Mückenart maßgeblich beteiligt waren.

Kampagne zur Bekämpfung des Denguefiebers

Castro hatte am 12. Jänner eine intensive Kampagne zur Bekämpfung des Denguefiebers eingeleitet. Dabei wurden die einschlägigen Moskitos systematisch ausgeräuchert oder chemisch zerstört. Darüber hinaus wurde die Bevölkerung über die Symptome der Krankheit und Maßnahmen dagegen aufgeklärt. Da das Virus als Gefahr für die nationale Sicherheit galt, wurde die Beteiligung an der Kampagne zur Pflicht erhoben. So mussten viele Kubaner ihre Wohnungen mehrmals ausräuchern lassen.

In Kuba hat es schon des öfteren Denguefieberepidemien gegeben. Erst vor kurzem wurden noch einmal zwei Todesfälle gemeldet. Auch in anderen lateinamerikanischen Ländern ist das Virus weit verbreitet. Brasilien hat unlängst eine ähnlich intensive Kampagne zur Ausrottung gestartet wie Kuba. Dort fielen der Krankheit im Laufe des Monats März 28 Menschen zum Opfer. (APA/AP)

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