Burgenland fördert Stadt-Marketingkonzepte

28. März 2002, 08:38
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Abzug von Wirtschaftbetrieben aus Zentren soll verhindert werden

Eisenstadt - Dem zunehmenden Rückzug von Wirtschaftsbetrieben aus den Stadt- und Ortskernen und der Abwanderung ins Umland will das Burgenland gegensteuern: Städte, die ein überzeugendes, mehrjähriges Marketingkonzept ausarbeiten, sollen künftig Anreize in Form einer Förderung erhalten. Zur Verfügung stehen zu diesem Zweck jährlich rund 363.000 Euro, so Wirtschaftslandesrat Karl Kaplan (V). Dem Land liegen bereits fünf Anträge vor, für jene von Eisenstadt, Mattersburg, Oberwart und Neusiedl soll es schon in der Landesregierungssitzung kommenden Dienstag grünes Licht geben, so Kaplan.

Kooperation der Betriebe

"Unser Ziel ist es, die Handelsbeziehungen in der Stadt zu stärken, eine Kooperation der Betriebe herbeizuführen und die Stammkunden zu halten", so der Landesrat. Gleichzeitig sollen durch die Arbeit am Marketingkonzept auch Stadtpolitiker und Unternehmer zur Suche nach gemeinsamen Lösungen angehalten werden.

Um in den Genuss der Förderungen zu kommen, müssen die ins Auge gefassten Maßnahmen den Schwerpunkten des Ziel-1-Programmes entsprechen. Außerdem müssen sich die Konzepte über einen Umsetzungszeitraum von zumindest zwei bis drei Jahren erstrecken und die Trägerorganisation ein Jahresbudget von mindestens 36.000 Euro verfügen.

Ortsansässige Unternehmen

Voraussetzung ist auch, dass sich jeweils mindestens 20 Betriebe oder 30 Prozent der ortsansässigen Unternehmen beteiligen, so Kaplan. Projekte mit Gesamtkosten ab 21.800 Euro bis maximal 363.000 Euro können mit 40 Prozent gefördert werden. Unterstützung gibt es auch bei den Kosten für die Erstellung des Stadtmarketingkonzeptes durch Experten sowie Coaching-Maßnahmen. (APA)

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