UNO-Sicherheitsrat beschließt Verlängerung des ISAF-Mandats

28. März 2002, 18:20
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Rückschlag für Karsai: Nach US-Ablehnung keine räumliche Ausweitung der Truppen

New York - Der UNO-Sicherheitsrat hat die Verlängerung des Mandats der Afghanistan-Schutztruppe über den 20. Juni hinaus beschlossen. Die 15 Mitgliedsländer seien sich bewusst, wie wichtig die Wahrung der Sicherheit in der afghanischen Hauptstadt Kabul sei, sagte der norwegische UNO-Botschafter.

Keine räumliche Ausweitung

Eine räumliche Ausweitung des Mandats der ISAF-Truppen ist nicht vorgesehen. Dies hatten der Chef der afghanischen Übergangsregierung, Hamid Karsai, und UNO-Generalsekretär Annan wiederholt gefordert.

Nach Frankreich und der Türkei hatten zuvor auch die USA eine Ausweitung des Mandats der Afghanistan-Schutztruppe über die Hauptstadt Kabul hinaus abgelehnt. Der amerikanische UNO-Botschafter James Cunningham erklärte am Dienstagabend vor dem Weltsicherheitsrat in New York, die USA würden zwar einer Verlängerung der internationalen Mission um weitere sechs Monate zustimmen, nicht aber einer regionalen Ausdehnung.

Damit haben die Bemühungen des afghanischen Ministerpräsidenten Hamid Karsai um die Entsendung von ISAF-Soldaten in weitere Teile des Landes einen schweren Rückschlag erlitten, wie Beobachter bei den Vereinten Nationen erklärten. Vor den USA hatte am Dienstag bereits Frankreich vor dem Weltsicherheitsrat geltend gemacht, dass die Länder mit den größten Truppenkontingenten in Afghanistan eine regionale Ausweitung nicht wünschten. (APA)

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