Bestrahlte Bohnen verursachen weniger Blähungen

27. März 2002, 22:09
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Mit Gamma-Strahlen ist das Hülsenfrucht-Problem für die meisten Sorten gelöst

London - Durch den Konsum von Bohnen verursachte Blähungen können gelindert werden, wenn man die Hülsenfrüchte zuvor bestrahlt. Das fanden indische Wissenschaftler heraus, die Mungbohnen, Kichererbsen und Schwarzaugenbohnen mit Gamma-Strahlen - elektromagnetische Strahlen mit ähnlicher Wirkung wie Röntgenstrahlen - behandelten. Ihre Ergebnisse erscheinen am Samstag im britischen Wissenschaftsmagazin "New Scientist".

Darmgase durch Bestrahlung ...

Jammala Machaiah und Mrinal Pednekar vom Bhabha-Atomforschungszentrum im indischen Trombay stellten fest, dass sich Oliosaccharide - die Kohlenhydrate, die an der Bildung der Darmgase schuld sind - durch die Bestrahlung um 80 Prozent verringen lassen. Nur Kidney-Bohnen zeigten sich resistent gegen die Strahlenbehandlung.

"In Indien sind Bohnen ein beliebter und wichtiger Bestandteil der Ernährung", betonte Machaiah. Es sei jedoch schade, dass manche Leute wegen der blähenden Wirkung nicht so viel von den sehr nahrhaften Hülsenfrüchten essen könnten. Diesen Menschen könne nun geholfen werden. "Die Bestrahlung kann das Bohnen-Problem lösen."

... oder Zugabe von Bohnenkraut verringern

Nahrungsmittel werden in der Herstellung häufig bestrahlt, um Bakterien abzutöten und sie so länger lagern zu können. In den meisten Ländern ist das allerdings nur unter besonderen Auflagen erlaubt, die behandelten Produkte müssen gekennzeichnet werden. Beim Kochen kann die blähende Wirkung vieler Hülsenfrüchte noch durch Zugabe von Bohnenkraut bekämpft werden. (APA/AFP)

Sojabohnen
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