Das zarteste Lob, seit es Schokolade gibt

27. März 2002, 19:15
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Vorarlbergs frauenfreundlichster Betrieb steht fest

Bludenz - Wer den Schokohasen aus der lila Folie schält, darf sich über frauenfreundliche Arbeitsbedingungen freuen. Denn Suchard, die Österreich-Tochter von Kraft Foods, wurde zu Vorarlbergs frauen- und familienfreundlichstem Großunternehmen gekürt. Personalchef Herbert Hoch beim Betriebsbesuch von Frauen-Landesrätin Greti Schmid (VP): "Bei uns gibt es gleichen Lohn für gleiche Arbeit." Und ein Modell, das die flexible Verteilung der Arbeitszeit über das Jahr erlaubt. In produktionsarmen Zeiten wird wenig gearbeitet, im zweiten Halbjahr mehr. Die Belegschaft kann so das ganze Jahr über gehalten werden.

43 Prozent der 500 Beschäftigten sind Frauen. Theoretisch haben sie gleiche Karrierechancen. Praktisch finden sich im achtköpfigen Führungsteam drei Frauen, Schichten leiten elf Männer und vier Frauen.

Teilzeit wird vor allem in der Produktion gearbeitet. Ausnahme ist Gabriele Mock-Neusiedler. Die zweifache Mutter ist Assistentin von Geschäftsführer Torsten Jacobs. Dass seine rechte Hand nicht ständig anwesend sei, erfordere "von beiden Seiten viel Disziplin und gute Organisation" (Jacobs). Jacobs selbst kann sich Teilzeit "prinzipiell vorstellen", konkret "bin ich mir nicht so sicher". Teilzeitmodelle für Männer, die angeboten werden, werden in Vorarlberg nicht angenommen. (jub) - DER STANDARD, Print-Ausgabe vom 28.3.2002

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