Letzte Chance für D-Mark & Lira

27. März 2002, 18:57
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Am Karfreitag stellt Nationalbank Valutentausch der Euro-Vorgänger ein

Wien - Für den Tausch der allerletzten Rest-Barbestände in D-Mark, Lire und Peseten muss man sich ab Freitag an die jeweiligen nationalen Notenbanken der Euro-Länder wenden. Oder den Postweg nutzen: Die Zentralbanken bieten ein Wertschriftensystem. Wer etwa in Portugal noch einen Tausend-Schilling-Schein findet, kann ihn per Wertbrief unter Angabe der Kontonummer an die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) schicken, die OeNB überweist dann den Euro-Gegenwert auf das Kundenkonto. Zuletzt wurde vor allem aus den USA Nachfrage für den Wechsel auf dem Postweg gemeldet.

Bis Karfreitag können Banknoten aus anderen Euroländern - mittlerweile ja keine gesetzlichen Zahlungsmittel mehr - bei der OeNB bis zu einem Gegenwert von 3000 Euro noch gebührenfrei getauscht werden.

Unbefristet nur befristét

Unbefristet können alte "eigene" Münzen und Scheine nur in Österreich, Deutschland, Irland und Spanien getauscht werden. In Belgien und Luxemburg gilt der unbegrenzte Umtausch nur für Scheine, nicht aber für Münzen. In Portugal beispielsweise können Escudo-Münzen nur bis Ende 2002 umgetauscht werden. In Finnland und Italien gilt die Münzumtauschfrist immerhin bis 28. Februar 2012.

In Österreichs Notenbankkassen wurden bis jetzt über 435.000 einschlägige Tauschtransaktionen mit einem Volumen von rund 380 Mio. Euro durchgeführt. Auf 2002 entfielen allein 100.000 Wechselvorgänge, an einzelnen OeNB-Schaltern nicht selten Hunderte Abwicklungen täglich. Durch die nicht eingehobenen Wechselgebühren hätten sich die Österreicher rund fünf Mio. Euro erspart, so Wolfgang Duchatczek, der für die Euroumstellung zuständige OeNB-Direktor. (APA, Der Standard, Printausgabe, 28.03.2002)

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