Afrikaner von Wiener Polizei misshandelt

27. März 2002, 18:30
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Mann hatte sich nicht ausweisen können

Wien - Ein 25-jähriger Afrikaner ist von einer Polizeistreife angehalten, verhaftet, misshandelt, gefesselt und von den Beamten nackt ausgezogen worden. Das schreibt der "Falter" in seiner am Mittwoch erscheinenden Ausgabe. Demnach hat sich der Vorfall am 15. März in der Laxenburger Straße in Wien-Favoriten ereignet.

Eine Nachfrage bei der Polizei ergab, dass der Mann wegen Verdachts auf Suchtgifthandel angehalten wurde und sich nicht ausweisen konnte. Auch soll er sich gewehrt und laut auf der Straße geschrien haben, deshalb nahmen ihn die Beamten mit.

Ermittlungen noch nicht abgeschlossen

"Der Fall wird jetzt intern ermittelt", sagte Polizeisprecherin Doris Edelbacher. "Die Ermittlungen sind noch im Gange." Deshalb könne man noch nichts Genaueres sagen. Laut "Falter" wird wegen der Delikte Quälen eines Gefangenen, Amtsmissbrauch, Körperverletzung und vorsätzliche Freiheitsentziehung ermittelt. Dazu komme eine Verletzung einschlägiger dienstrechtlicher Normen.

Der Kongolese, der zur Zeit ein Praktikum für "Radio Afrika International" absolviert, wurde laut "Falter" nach Stunden freigelassen. Es sei eine Verwechslung vorgelegen.

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