Verfahren im Mordfall Christine Beranek eingestellt

27. März 2002, 18:04
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DNA-Gutachten brachte kein Ergebnis

Wien - Der Mord an der zehnjährigen Christina Beranek wird wohl als ungeklärtes Verbrechen in die Wiener Kriminalgeschichte eingehen. Staatsanwalt Ernst Kloyber hat jetzt das in diesem Zusammenhang anhängige Verfahren eingestellt, nachdem ein DNA- Gutachten kein Indiz auf eine mögliche Täterschaft von Herbert P. erbracht hat.

Vermuteter Doppelmörder

Dieser ist im Dezember des Vorjahrs in Wien im Mordfall Alexandra Schriefl in erster Instanz zu 15 Jahren Haft verurteilt worden und zählte auch im Fall Beranek zum Kreis der dringend Tatverdächtigen.

Der Staatsanwalt hält den 33-Jährigen mit ziemlicher Sicherheit für einen Doppelmörder. Kloyber ist persönlich davon überzeugt, dass Herbert P. drei Monate nach der damals 20 Jahre alten Verkäuferin Alexandra Schriefl auch Christina Beranek umgebracht hat. Das Mädchen war am 3. Februar 1989 - ebenfalls in Wien-Favoriten - einem Sexualmörder zum Opfer gefallen. Beweisen lässt sich diese Vermutung allerdings nicht. (APA)

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