Springer stellt "Aktien & Co" als eigen- ständiges Magazin ein

27. März 2002, 17:43
posten

Integration in "Euro am Sonntag" wegen stagnierender Nachfrage

Das wöchentliche Anlegermagazin "Aktien & Co" wird als eigenständiger Titel eingestellt und zum 31. März in das ebenfalls wöchentlich im Finanzen Verlag erscheinende Magazin "Euro am Sonntag" integriert. Dies teilte der Axel-Springer-Verlag in einer Aussendung mit. Laut dem Branchendienst kress.de wird diese "Integration" voraussichtlich rund 30 Mitarbeiter der Springer-Tochter, darunter "Aktien & Co"-Chefredakteur Marc Reisner, den Job kosten.

"Stagnation der Nachfrage nach Börsenpublikationen

Die Entwicklung auf den Kapitalmärkten verlaufe weiter zurückhaltend, die Folge sei eine "Stagnation der Nachfrage nach Börsenpublikationen auf vergleichsweise niedrigem Niveau", erklärte Frank B. Werner, Geschäftsführer des Finanzen-Verlages und Chefredakteur von "Euro am Sonntag". Mit dem "weiter optimierten Konzept" von "Euro am Sonntag", in dem sich nun auch "Aktien & Co"-Leser wiederfinden würden, werde der Finanzen-Verlag seine "Führungsposition im Bereich der Wochentitel für Kaptialanleger stärken".

Rolf Coppenrath und Marc Reisner verlassen Finanzen Verlag

Ein weiterer Geschäftsführer des Finanzen-Verlages, Rolf Coppenrath, wird das Unternehmen im Zuge der aktuellen Entwicklungen verlassen. Auch der bisherige Chefredakteur von "Aktien & Co", Marc Reisner, scheidet laut der Springer-Aussendung aus dem Finanzen-Verlag aus. Reisner arbeitete seit sechs Jahren beim Finanzen-Verlag und war zuvor stellvertretender Chefredakteur von "Euro am Sonntag".

Der Axel-Springer-Verlag hat im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem Jahresfehlbetrag von 191 Mio. Euro erstmals in seiner 50-jährigen Geschichte ein negatives Ergebnis eingefahren (pte berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=020220019 ). Bereits im vergangenen November hatte der Konzern angekündigt, im Rahmen seines Sparprogrammes den Personalstand bis Ende 2003 um 1.400 Stellen zu verringern (pte)

Share if you care.