Schweiz: Kritik an geplanter Kürzung der Presseförderung

27. März 2002, 17:34
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Rund 13 Mill. Euro sollen eingespart werden - Anzahl der geförderten Titel würde sich von derzeit 3300 auf 500 reduzieren

Die Schweizer Verleger haben sich am Mittwoch skeptisch zu der von der Regierung geplanten Kürzung der indirekten Presseförderung geäußert. Die "punktuellen" Einsparnisse hätten nur kurzfristige Wirkung, sagte die Geschäftsführerin des Verbandes Schweizer Presse, Eva Keller. Die Unterstützung des Bundes sei immer nur eine Stützung des Postdefizits gewesen. Wenn Unternehmen wie Migros oder Coop selbst mit der Post günstigere Tarife aushandelten, könnte dies auf Kosten der kleineren Auflagen gehen.

Presseerzeugnisse mit einer Auflage von über 300.000 sollen nach den Plänen der Regierung in Bern nicht mehr verbilligt zugestellt werden. Weiter soll die Förderung auf Zeitungen und Zeitschriften beschränkt werden, die mindestens einmal pro Woche erscheinen. Die Anzahl der geförderten Titel würde sich damit von derzeit 3300 auf 500 reduzieren. Insgesamt sollen mindestens 20 Millionen Schweizer Franken (13,69 Mill. Euro) eingespart werden. (APA/sda)

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