Cannabis hilft den vom Tourette-Syndrom Geplagten

3. Dezember 2004, 21:56
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Zahl der unwillkürlichen Zuckungen und Ausrufe wird deutlich verringert

Hannover - Ein Wirkstoff aus der Cannabis-Pflanze kann einer Pilotstudie zufolge beim Tourette-Syndrom helfen. Die Hauptmerkmale der Erkrankung - unwillkürliche Zuckungen (motorische Tics) und das unwillkürliche Hervorbringen von Geräuschen oder Wörtern (vokale Tics) - lassen nach der Einnahme deutlich nach, wie die Medizinischen Hochschule Hannover am Mittwoch berichtete.

Ein Team um Kirsten Müller-Vahl habe dazu eine kontrollierte Studie mit zwölf erwachsenen Tourette-Patienten erstellt. Die Ergebnisse werden am Donnerstag in der Fachzeitschrift "Pharmacopsychiatry" veröffentlicht. Eine größere noch unveröffentlichte Folgestudie habe die Ergebnisse bestätigt. Es gibt bereits mehrere Hinweise für die positive Wirkung des Hanf-Wirkstoffs Tetrahydrocannabinol (THC) gegen Krämpfe wie sie bei Epilepsie oder dem Tourette-Sydrom vorkommen. (APA/dpa)

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