Sima kritisiert Liebäugeln mit US-Strategie

27. März 2002, 16:50
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"Von der Industrie erwarte ich mir konkrete Unterstützung des ratifizierten Kyoto-Protokolls und keine Lobeshymnen auf den amerikanischen Weg"

Wien - Kritik an der skeptischen Haltung der österreichischen Industrie gegenüber dem Kyoto-Protokoll hat am Mittwoch SP-Umweltsprecherin Ulli Sima geübt. Der von der WKO-Industriesparte in einer Aussendung gelobte US-Klimaschutzplan sei "keinesfalls eine Alternative" zum Kyoto-Protokoll, mit freiwilligen Maßnahmen könnten die notwendigen Reduktionen bei den Treibhausgasen nie erreicht werden, erklärt Sima in einer Aussendung: "Von der Industrie erwarte ich mir konkrete Unterstützung des ratifizierten Kyoto-Protokolls und keine Lobeshymnen auf den amerikanischen Weg, der in Sachen Klimaschutz mit Sicherheit ein Holzweg ist."

Die Treibhausgas-Emissionen seien seit 1990 um drei Prozent gestiegen, im Verkehrsbereich sogar um 35 Prozent. Es müssten nun endlich die überfälligen Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt werden. Auf die Vorlage der Klimaschutzstrategie der österreichischen Regierung warte man nun seit fast zwei Jahren, deren Finanzierung sei "alles andere als gesichert". Den notwendig werdenden zusätzliche Finanzierungsbedarf für die österreichischen Klimaschutzmaßnahmen beziffert Sima mit rund 90 Mill. Euro.(APA)

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