Ministerium hält dagegen: "Einziges Instrument im Kampf gegen den Klimawandel"

27. März 2002, 16:45
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US-Pläne "keine adäquate oder hinreichende Strategie"

Wien - Um den vom Menschen verursachten Klimawandel einzubremsen, ist eine deutliche Reduktion der Treibhausgas-Emissionen erforderlich. 1997 haben sich die Industriestaaten in Kyoto verpflichtet, ihre Emissionen von Treibhausgasen um durchschnittlich 5,2 Prozent bis 2008/2012 gegenüber dem Stand von 1990 zu reduzieren. Das so genannte Kyoto-Protokoll ist das einzige völkerrechtliche Instrument im Kampf gegen den Klimawandel, reagierte heute, Mittwoch, das Umweltministeriums auf Aussagen der Österreichischen Industrie.

Der Plan der USA, den Ausstoß von Treibhausgasen durch steuerliche Anreize und freiwillige Maßnahmen der Industrie zu begrenzen, stellt dem Ministerium zufolge keine adäquate oder hinreichende Strategie dar. Die Koppelung der angepeilten Emissionsreduktionen an das US-Wirtschaftswachstum könnte zwar zu einer effizienteren Energienutzung führen, in der von den USA vorgeschlagenen Form ist aber ein weiterer drastischer Anstieg der Treibhausgasemissionen zu befürchten.

"Demgegenüber befindet sich die EU-Klimaschutzpolitik auf dem richtigen Gleis, auch wenn klar ist, dass dem Kyoto-Protokoll weitere ambitionierte Schritte zur nachhaltigen Eindämmung des Klimawandels folgen müssen", hieß es in der Aussendung. Darüber hinaus müsse auch klar festgehalten werden, dass einerseits die Kosten für die Vermeidung klimaschädlicher Emissionen in keinem Verhältnis zu den im Falle eines Klimawandels zu erwartenden finanziellen Belastungen stehen und dass der Klimaschutz andrerseits auch der Wirtschaft neue Chancen eröffnet. (APA)

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