Consors peilt für 2002 Gewinnschwelle an

27. März 2002, 15:48
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Internet-Wertpapierhändler steht zum Verkauf - Gewinneinbruch wegen Börsenflaute

Der zum Verkauf stehende Internet-Wertpapierhändler Consors peilt nach hohen Verlusten 2001 in diesem Jahr wieder die Gewinnschwelle an. "Wir halten an dem Ziel fest, in diesem Jahr schwarze Zahlen zu schreiben", sagte der Vorstandsvorsitzende der Nürnberger Consors Discount Broker AG, Karl Matthäus Schmidt, am Mittwoch bei der Vorlage der Jahresbilanz für 2001. Auch 2002 werde für Consors ein schwieriges Jahr bleiben, unterstrich Schmidt.

Online-Broker soll verkauft werden

Die schwer angeschlagene SchmidtBank, die knapp 65 Prozent an Consors hält, will den Online-Broker verkaufen. Das Bieterverfahren soll bis Ende März abgeschlossen sein. Zum aktuellen Stand der Verkaufsverhandlungen wollte sich Schmidt nicht äußern. Nach früheren Informationen haben die Commerzbank, der US-Onlinebroker E-Trade sowie die französischen Großbanken BNP Paribas und Societe Generale Gebote eingereicht.

Minus von 212,8 Millionen Schilling

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Steuern belief sich im Konzern auf minus 212,8 Mill. Euro (Vorjahr: plus 28,3 Mill. Euro). Nach Steuern lag der Verlust bei 135,1 (plus 22,8) Mill. Euro. Vom Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach Steuern entfallen 9,6 Mill. Euro auf konzernfremde Gesellschaften. Der Jahresfehlbetrag beläuft sich damit auf 125,5 Mill. Euro (Vorjahr: Jahresüberschuss 17 Mill.).

Börsenflaute als Grund für Gewinneinbruch

Als Grund für den starken Gewinneinbruch sieht der Consors-Chef vor allem die Börsenflaute. "Mehr war angesichts des schwachen Börsenjahres nicht drin", unterstrich Schmidt. So sei die Zahl der Wertpapierkäufe und -verkäufe in 2001 von 12,3 Mill. auf 7,4 Mill. zurückgegangen. Insgesamt habe das schwierige Börsenumfeld Spuren in allen Segmenten hinterlassen, berichte Schroeder-Wildberg. Trotz der Verluste verfüge die Consors mit 329 Mill. Euro aber weiterhin über eine ausreichende Kapital-Decke. Die Zahl der Kunden stieg bis Ende 2001 um rund 40.000 auf 566.000. Die Gruppe hatte am Jahresende 2001 insgesamt 1.463 (Vorjahr: 1.593) Beschäftigte.(APA/dpa)

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