Fast 90 Prozent der Korallenriffe Südostasiens bedroht

27. März 2002, 15:22
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Überfischung und Ablagerungen stellen die größten Gefahren

Kuala Lumpur - In Südostasien sind nach einer Studie fast 90 Prozent der Korallenriffe akut durch den Menschen bedroht. Die größten Gefahren stellten die anhaltende Überfischung der Gewässer, Umweltverschmutzung und Ablagerungen dar, meldete die malaysische Nachrichtenagentur Bernama am Mittwoch unter Berufung auf eine Untersuchung des World Resource Institute in Washington.

Korallen stellen wichtige Lebensgrundlage

Am stärksten seien die Riffe vor den Küsten Kambodschas, Singapurs, Taiwans, der Philippinen, Vietnams und Chinas bedroht. Für die Bevölkerung Südostasiens bildeten die Korallen einen wichtigen Baustein ihres Lebensunterhalts, hieß es weiter. "Wenn die Fischerei in Südostasien nicht zurückgefahren wird, werden sowohl die Riffe wie auch die Nahrungsmittelversorgung immer stärker gefährdet", zitierte Bernama einen Mitverfasser der Untersuchung.

Die Gewässer Südostasiens beherbergen den Angaben zufolge fast 100.000 Quadratkilometer Korallenriffe und damit rund ein Drittel des weltweiten Bestandes. Drei Viertel der Riffe in der Region befänden sich rund um die Inselstaaten Indonesien und die Philippinen. (APA/dpa)

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