Busek für raschen Beitritt Kosovos in Stabilitätspakt

27. März 2002, 14:52
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Wirtschaftliche Entwicklung, Kampf gegen organisierte Kriminalität und Infrastruktur-Projekte prioritäre Ziele

Pristina/Belgrad/Wien - Der Koordinator des Stabilitätspakts für Südosteuropa, Erhard Busek, hat sich im Rahmen seines Besuchs im Kosovo für einen raschen Beitritt der südserbischen Provinz in den Stabilitätspakt ausgesprochen. Busek traf am Dienstag mit dem Präsidenten des unter internationaler Verwaltung stehenden Kosovo, Ibrahim Rugova, zusammen. Beide sprachen sich dafür aus, dass bald ein kosovo-albanischer Vertreter in diese regionale Organisation entsendet wird, berichteten Belgrader Medien am Mittwoch.

Busek zeigte sich zufrieden darüber, dass nach monatelangen Streitigkeiten im Kosovo die Regierung und der Präsident bestellt worden sind. Nun sei es Zeit für eine intensivere Zusammenarbeit zwischen dem Kosovo und dem Stabilitätspakt, betonte der österreichische Ex-Vizekanzler. Rugova sagte nach dem Treffen in Pristina, dass er mit Busek "über viele Probleme" gesprochen habe, zu deren Lösung der Stabilitätspakt beitragen könne.

Der Präsident äußerte auch seine Überzeugung, dass "Kosovo bald ein vollwertiges Mitglied im Stabilitätspakt" sein werde. Busek habe auch seine volle Unterstützung für die wirtschaftliche Entwicklung, den Kampf gegen die organisierte Kriminalität und Infrastruktur-Projekte zugesagt, sagte Rugova. Vor allem der Bau der Autobahn Pristina-Skopje und Pristina-Drac (Albanien) solle bald realisiert werden. Busek trifft am Mittwoch auch den Ministerpräsidenten Kosovos, Bajram Rexhepi.(APA)

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