EU startet Kartellverfahren gegen KPN wegen Handy-Gebühren

27. März 2002, 14:34
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Hohes Bußgeld droht

Die EU-Kommission hat am Mittwoch ein förmliches Kartellverfahren gegen den niederländischen Telekom-Konzern KPN wegen hoher Handy-Gebühren eingeleitet. KPN wird verdächtigt, beim Weiterleiten von Festnetz-Gesprächen aufs Handy überhöhte Gebühren genommen zu haben, teilte die Kommission in Brüssel mit. Falls die Kommission ihre Vorwürfe beweisen kann, droht ein hohes Bußgeld. Das Verfahren der Kommission gründet sich auf eine Wettbewerbsbeschwerde des US-Konzerns MCI WorldCom.

Ursprünglich war die Beschwerde des US-Konzerns auch gegen Mobilfunkbetreiber in anderen EU-Ländern gerichtet, vor allem in Schweden und Deutschland. Die Beschwerde gegen Deutschland sei aber zurückgezogen worden, nachdem deutsche Anbieter ihre entsprechenden Gebühren um 50 Prozent gesenkt hätten. (APA/dpa)

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