Pleite im Haus von Blue C - Deutsche Internet-Tochter insolvent

27. März 2002, 14:32
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Wien-Mutter zu Rückzug auf Österreich-Geschäft gezwungen - Blue C-Aktie stürzt um fast 21 Prozent

Die Pleite seiner deutschen Tochter zwingt den ehemals am Neuen Markt notierten Wiener E-Business-Dienstleisters Blue C Consulting zum Rückzug auf das rein österreichische Geschäft. Wie Blue C am Mittwoch ad hoc mitteilte, musste die Hanauer Tochter Internetdienste.de AG Insolvenz anmelden. Das Unternehmen war erst Mitte September 2001 mit damals 42 Mitarbeitern und 3 Mill. Euro Jahresumsatz zugekauft worden.

Akute Liquiditätsmängel

Als Grund für die Insolvenz nannte Blue C "akute Liquiditätsmängel auf Grund von nicht einbringlichen Kundenforderungen und die sehr schwierige Marktlage für Internetdienstleistungen" genannt. Erschwerend hinzugekommen sei eine Krankheit des Gründers und Blue C-Vorstands Klaus Uwe Stern, der die gesamte Geschäftsentwicklung in Deutschland verantwortete.

Blue C ist seit der Firmengründung 1994 mit roten Zahlen konfrontiert. Im Februar hatte das Unternehmen angekündigt, der für das erste Quartal 2002 angepeilte Break-Even werde wegen verzögerter Projektentscheidungen nicht möglich sein. Die Sanierungsmaßnahmen liefen jedoch wie geplant, "so dass ein ausgeglichenes Jahresergebnis erreichbar scheint". Für 2001 liegen noch keine Zahlen vor. (APA)

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