Aufstieg in luftige Kuppel-Höhen

28. März 2002, 09:17
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Mit Lift und über Stiegen bis in die "Laterne" der Karlskirche

Wien - Ein gewaltiger Kirchenblick wird ab Ostermontag in der Wiener Karlskirche geboten: In den nächsten vier Jahren können Besucher das Kuppel-Fresko von Johann Michael Rottmayr aus allernächster Nähe betrachten - und das in einer Höhe von bis zu 55 Metern über dem Kirchenboden.

Anlass sind die Restaurierungsarbeiten der Malereien, für die in der Karlskirche ein Gerüst samt Plattform in 35 Metern Höhe errichtet wurde. Dorthin können die Kirchgänger - wie am Mittwoch auch Kardinal Christoph Schönborn - nun mit einem Panoramalift auffahren und von dort über eine Stiege bis zur Kuppellaterne steigen, von der sich ein Blick über Wien eröffnet.

Für das Gerüst selbst kommt eine neue Entwicklung zum Einsatz, die dem Kirchenraum einen sonst üblichen Metallträgerwald erspart - nur zwei schlanke Gerüstsäulen führen hinauf zur Kuppelplattform.

Kuppelerlebnis

Das luftige Kuppelerlebnis ist allerdings nicht gratis: Bereits der Eintritt in die Karlskirche kostet schon vier Euro - und die Fahrt mit dem Lift zwei weitere. Dies sei eine optimale Lösung für die Finanzierung der Restaurierungsarbeiten, erklärte Georg Gaudernak, Präsident des "Vereins der Freunde und Gönner der Wiener Karlskirche".

Bisher wurden mithilfe der Eintritte bereits 581.383 Euro für die Instandsetzungsarbeiten an und in der Karlskirche investiert. Allein die Kuppelsanierung wird nun rund 1,7 Millionen Euro kosten, die zu einem überwiegenden Teil vom Verein aufgebracht werden. Ein Drittel der Kosten - 450.000 Euro kommen von der Stadt Wien, der Bund schießt jährlich rund 36.000 Euro zu. (frei, DER STANDARD Print-Ausgabe 28.März.2002)

Öffnungszeiten: Ab Ostermontag täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr. Sonntag von 13.00 bis 18.00 Uhr

Preise: Eintritt Karlskirche 4 Euro, Liftfahrt 2 Euro
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