Mubarak und Abdullah II. blieben angeblich wegen Terrorwarnung fern

27. März 2002, 13:06
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Israelisches Radio: Geheimdienstwarnungen vor Hisbollah-Anschlag

Beirut - Der jordanische König Abdullah II. und Ägyptens Präsident Hosni Mubarak haben nach israelischen Medienberichten wegen einer Terrorwarnung ihre Teilnahme am Gipfel der Arabischen Liga in Beirut abgesagt. Die Nachrichtendienste Jordaniens und Ägyptens hätten vor einem möglichen Großanschlag der pro-iranischen schiitischen Hisbollah-Miliz gewarnt, berichtete das israelische Radio am Mittwoch. Ein Vertreter der Arabischen Liga bestätigte in Beirut die Geheimdienstwarnungen.

Der Führer der Hisbollah, Scheich Hassan Nasrallah, hatte Saudiarabien wegen seiner jüngsten Nahost-Friedensinitiative kritisiert. "Kein arabischer Führer oder Gipfel hat das Recht, ein Stück palästinensischen Landes aufzugeben", sagte Nasrallah. Sollten sich die Vertreter der 22 Mitgliedstaaten der Liga bei ihrem Gipfel auf eine Anerkennung Israels im Rahmen einer arabischen Friedensinitiative einigen, so wäre dies "eine Schande". Nachdem US-Präsident George W. Bush den Iran zur "Achse des Bösen" gerechnet hat, verschärfte auch Israel seine Vorwürfe gegen Teheran. Außenminister Shimon Peres hat den Iran beschuldigt, den Libanon mit der Aufrüstung der Hisbollah zu einem "gefährlichen Pulverfass" zu machen. Nach Beiruter Presseberichten finanziert der Iran die Hisbollah mit zehn Millionen US-Dollar monatlich. (APA)

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