Annan fordert von Sharon und Arafat "Bekenntnis zum Frieden"

27. März 2002, 13:03
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Aznar pocht auf Legitimität Arafats

Beirut - UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat den israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon und den palästinensischen Präsidenten Yasser Arafat aufgefordert, "den Frieden offiziell zu ihrem strategischen Ziel zu erklären". Sollten sie sich nicht dazu durchringen können, so "werden die Geschichte und ihre eigenen Völker hart über sie urteilen", sagte Annan am Mittwoch beim Gipfeltreffen der Arabischen Liga in Beirut. Gleichzeitig rief Annan die Teilnehmer auf, den saudiarabischen Vorschlag für eine Normalisierung der Beziehungen zu Israel als Gegenleistung für einen israelischen Rückzug aus den besetzten Gebieten zu unterstützen.

Einen ähnlichen Appell richtete der spanische Regierungschef und amtierende EU-Ratspräsident Jose Maria Aznar an die arabischen Führer. "Ich grüße Präsident Yasser Arafat, den legitimen Vertreter des palästinensischen Volkes", sagte Aznar. Er bedauere, dass Arafat nicht in Beirut anwesend sei.

Annan wiederholte in Beirut seine scharfe Kritik an den israelischen Angriffen auf palästinensische Wohngebiete. Er forderte sofortige Maßnahmen gegen die "unerträglichen Lebensbedingungen, unter denen die Palästinenser derzeit leben müssen". Von den in Beirut versammelten arabischen Staatschefs und Ministern forderte er eine Verurteilung palästinensischer Terrorakte. "Sie dürfen die Selbstmordattentate nicht verherrlichen", sagte er. (APA)

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    UNO-Generalsekretär Annan und der spanische Premier Aznar in Beirut

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