Österreich erzielte Maastricht-Überschuss von 130 Millionen Euro

27. März 2002, 12:42
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Zinsgewinne und höhere Steuereinnahmen halfen dabei wesentlich

Wien - Österreich erzielte im Jahr 2001 einen öffentlichen (Budget-) Überschuss nach Maastricht-Rechnung von 130 Mill. Euro. Hilfreich war dafür ein positiver Saldo der Nettozinseinnahmen aus Swap-Vereinbarungen der Bundesfinanzierungsagentur von 310 Mill. Euro, die zur Beurteilung der Lage der öffentlichen Haushalte gemäß Maastricht heranzuziehen sind, gibt die Statistik Austria bekannt. Einen wesentlichen Beitrag für den Budgetüberschuss leisteten auch die drastisch gestiegenen Steuereinnahmen, mit einer von 43,3 Prozent (des Bruttoinlandsprodukts/BIP) auf 45,1 Prozent erhöhten Steuereinnahmenquote.

Zieht man anstatt des Maastricht-Indikators "Öffentliches Defizit" die weltweiten Regeln zu den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen heran, fällt der positive Zinssaldo aus den Swapvereinbarungen des Staates aus der Rechnung. Dann ergibt sich ein Finanzierungsdefizit des Staates von 180 Mill. Euro bzw. 0,06 Prozent des BIP, heißt es in dem Bericht der Statistik Austria. Dieser Saldo resultiert aus Staatsausgaben von 110,54 Mrd. Euro gegenüber Staatseinnahmen von 110,36 Mrd. Euro.

Senkung des Finanzierungsdefizits

Im Vergleich der Staatsausgaben und Staatseinnahmen 2001 mit dem Jahr 2000 ergibt sich eine Senkung des Finanzierungsdefizits des Staates von 3,40 Mrd. Euro auf 180 Mill. Euro durch einen 5,3-prozentigen Anstieg der Staatseinnahmen und einen 2,1-prozentigen Anstieg der Staatsausgaben.

Dabei ist die Staatseinnahmenquote von 51,2 Prozent auf 52,4 Prozent des BIP gestiegen, während die Staatsausgabenquote von 52,8 auf 52,5 Prozent leicht zurückging.(APA)

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