SB Oilfield verdoppelt Dividende

27. März 2002, 15:15
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Jahresgewinn mit Plus von 41,7 Prozent erzielt

Wien - Der niederösterreichische börsenotierte Ölfeldausausrüster Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (SBOE) will für das abgelaufene Rekordgeschäftsjahr 2001 die Ausschüttung an die Aktionäre auf 0,50 Euro je Aktie verdoppeln. Zusätzlich zur von 0,25 auf 0,30 Euro erhöhten Basisdividende wird der Hauptversammlung ein Bonus von 0,20 Euro je Aktie vorgeschlagen werden, kündigte SBOE-Vorstandsvorsitzende Gerald Grohmann bei der Bilanzpressekonferenz am Mittwoch in Wien an. In Summe werden mit 6,5 Mill. Euro somit ein Drittel des Reingewinnes ausgeschüttet.

Außerdem kündigte Grohmann am Mittwoch an, sich noch 2002 vom Bohrmotorengeschäft trennen zu wollen, da es nicht zum Kerngeschäft zähle. Auf diese Sparte entfielen 2001 rund 10 Prozent des Gesamtumsatzes von 216,5 Mill. Euro (plus 27,7 Prozent).

Das operative Ergebnis der SBOE verbesserte im Geschäftsjahr 2001 von 26,4 auf 36,6 Mill. Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) legte um 38,9 Prozent auf 33,2 Mill. Euro zu. Der Jahresreingewinn belief sich auf 19,7 Mill. Euro, ein Plus von 41,7 Prozent.

Wechsel des Börseplatzes nach Wien überlegt

SBOE-Chef Gerald Grohmann bestätigte, dass es Überlegungen für einen Wechsel des Börseplatzes gibt. Bis zum Jahrsende 2002 will der SBOE-Chef die Entscheidung über den zukünftigen Börseplatz treffen. Ob es dann weiterhin die Nasdaq Europe in Brüssel oder etwa auch die Wiener Börse sein werde, hänge von der Attraktivität ab. Einiges spreche für, aber auch gegen Wien, so Grohmann.

Zum Verkauf des Bohrmotorengeschäftes, das in Houston bei der Firma Bico (mit Tochterunternehmen in Kanada und Deutschland) angesiedelt ist, habe man sich entschlossen, da man damit die Weltmarktführerschaft nicht schaffen könne. Es passe auch strategisch nicht gut ins Programm und man konkurriere damit teilweise auch mit den eigenen anderen Kunden. Über Preisvorstellungen wollte Grohmann nichts konkretes sagen: "Man wird sehen, was der Markt hergibt."

Das heurige Geschäftsjahr wird laut Grohmann von zwei Dingen abhängen: einerseits von der Entwicklung des Öl- und Gaspreises sowie damit zusammenhängend den weltweiten Bohraktivitäten. Gemessen an der Anzahl der aktiven Bohrtürme, dem so genannten Rig Count, seien letztere derzeit wenig erfreulich und zeigten noch keinen Umschwung. Im Gegenteil, seit Ende Februar sei der Rig Count in den USA von 782 auf 750, in Kanada von 361 auf 276 und im Rest der Welt von 744 auf 716 gefallen. Zum Jahresende 2001 beschäftigte SBOE 924 (2000: 858) Mitarbeiter, davon 419 in den USA, 237 in Großbritannien und 205 in Österreich. Der Rest verteilt sich auf andere Länder. (APA)

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