Immofinanz weitet US-Engagement aus

27. März 2002, 12:06
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Beteiligung an Carlyle Realty Group

Wien - Die börsenotierte Immofinanz Immobilien Anlagen AG, Wien, baut ihre Präsenz in den USA aus. Über ihre Tochter Immowest ist die größte österreichische Immobiliengesellschaft mit 25 Mill. Dollar (28 Mill.Euro) bei Carlyle Realty LP, einem großen US-Immobilien Partnership, eingestiegen, teilte die Immofinanz am Mittwoch mit. Damit sei die Immofinanz in den USA auch im Bürosegment vertreten. Das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2001/02 (per 30. April) sei für die Immofinanz "ausgesprochen erfolgreich" verlaufen, hieß es.

Die Mieteinnahmen seien in den ersten drei Quartalen um 23 Prozent auf 39,2 Mill. Euro, der Umsatz ebenfalls um 23 Prozent auf 45,2 Mill. Euro gestiegen. Das Immobilienvermögen erreichte 944 Mill. Euro und blieb damit noch unter der für das laufende vierte Quartal angepeilten Marke von 1 Mrd. Euro.

Der im Vorjahr erworbene City Tower in Wien-Mitte sei bereits vollständig vermietet.

Wohnungs-Anteil wird auf zehn Prozent gesteigert

Mit dem Engagement bei der Carlyle Realty mit rund 5 Prozent am Grundkapital sei die Immofinanz zum "denkbar günstigsten Zeitpunkt" in den US-Markt eingestiegen: "Die Kaufpreise sind niedriger als vor den September-Attentaten und die extrem niedrigen Dollarzinsen machen die Finanzierung von Developments und Zukäufen besonders günstig." Überlegt werde derzeit auch ein Einstieg in einer zweiten Gesellschaft der Carlyle-Group, die aber in Europa tätig sei, erklärte Immofinanz-Chef Karl Petrikovits am Mittwoch gegenüber der APA.

In den kommenden Monaten will die Immofinanz insgesamt den Wohnungsanteil in ihrem Portfolio von derzeit acht auf etwa 10 Prozent steigern, teilte das Unternehmen weiters mit. Um das zu erreichen, sollen Neubauprojekte in besonders guten Lagen entwickelt und eventuell auch Zinshäuser angekauft werden. Weitere Investitionsschwerpunkte sollen Hotelobjekte und Fachmarktzentren sein. Laut Vorschau bis zum Ende des Geschäftsjahres will das Unternehmen das Immobilienportfolio im laufenden letzten Quartal um knapp 60 Mill. Euro von 944 Mill. Euro auf 1,01 Mrd. Euro steigern. Die Nutzfläche lag per Ende Jänner bei 962.750 Quadratmeter.

In den ersten drei Quartalen ist das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) - freilich noch ohne die Kosten der Kapitalerhöhungen - auf 3,8 (2,1) Mill. Euro gestiegen. Inklusive der Kosten dieser Kapitalmaßnahmen (12,2 Mill. Euro) weist das Jahresergebnis auf Neunmonatsbasis einen Verlust von -8,9 (-2,3) Mill. Euro aus. Der Jahressüberschuss im Berichtszeitraum betrug 3,3 (3,0) Mill. Euro. Das Grundkapital weitete sich durch die Kapitalerhöhungen im Berichtszeitraum deutlich auf 127,8 (77,4) Mill. Euro aus, das konsolidierte Nettovermögen (inklusive Fremdanteile) legte auf 645,3 (376) Mill. Euro zu. (APA)

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