Ford mit Verlusten durch schwachen US-Markt

27. März 2002, 12:16
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2002 schwarze Zahlen angestrebt

Köln - Der Kölner Autobauer Ford will nach einem Umsatz- und Marktzuwachs im vergangenen Geschäftsjahr für 2002 schwarze Zahlen schreiben. "Wir wollen mit einem qualitativen Wachstum in den nächsten Jahren über 10 Prozent Marktanteil erzielen. Ich erwarte nicht zuletzt auch dank des neuen Fiesta eine deutliche Steigerung unserer Verkäufe", sagte Rolf Zimmermann, Vorstandsvorsitzender der Ford-Werke AG am Mittwoch bei der Bilanzvorlage in Köln.

Der Autobauer fuhr einen Jahresfehlbetrag von 80 Mill. Euro in 2001 ein. Begründet wurde das Minus mit Absatzeinbußen bei den in Köln hergestellten Motoren für den US-Markt nach dem 11. September sowie mit einer andauernden Schwäche des Euro gegenüber dem US-Dollar und dem britischen Pfund. "Auf der europäischen Seite haben wir das erreicht, was wir erreichen wollten. Die amerikanische Seite konnte man so nicht vorhersehen", sagte Zimmermann.

Absatz steigend

Der Umsatz durchbrach mit einem Plus von 28 Prozent auf 16,3 Mrd. Euro erstmals die 15-Mrd.-Euro-Marke. Das operative Ergebnis verbesserte sich nach einem Fehlbetrag in 2000 von 171 Mill. Euro auf ein Plus von 91 Mill. Euro. Die Zahlen zeigten, dass der vor zwei Jahren gestartete fünfjährige Umstrukturierungsprozess bei Ford greife, hieß es. Dabei seien die Produktionsstätten modernisiert und die Produktionskapazität in Europa verringert worden. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der Beschäftigten um rund 500 auf knapp 37.900. Ein weiterer Abbau sei in den kommenden Jahren nicht geplant.

Insgesamt stieg der Absatz der Autos bei Ford um 28 Prozent auf 1,2 Mill. Wagen. "Das ist das beste Verkaufsergebnis seit mehr als zehn Jahren", sagte Zimmermann. In Deutschland habe Ford den Marktanteil in einem schwierigen Umfeld von 7,1 auf 8,1 Prozent gesteigert. "Ein solches Plus um einen vollen Prozentpunkt innerhalb eines Jahres gehört zu den absoluten Ausnahmen", sagte Zimmermann. Er hoffe auf weiteren Zuwachs innerhalb von fünf Jahren durch die 40 geplanten neuen Produkte und Modelle.(APA/dpa)

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