Bartenstein verteidigt Kompensationsgeschäfte

27. März 2002, 07:12
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Gegengeschäfte machen Kauf aber nicht zu Geschäft

Wien - Für Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) machen die Gegengeschäfte bei der Abfangjäger-Beschaffung sehr wohl Sinn. Im Gespräch mit der APA weist er die Aussagen des Volkswirtschaftlers Erich Streissler, wonach die Kompensationen für die Wirtschaft wertlos seien, entschieden zurück. Bartenstein ist nämlich überzeugt, dass die im Zuge des Abfangjäger-Deals geschlossenen Geschäfte volkswirtschaftlichen Nutzen bringen werden - gerade am Arbeitsplatzsektor oder im Bereich der Technologie. Hinterfragen könne man nur das Ausmaß des wirtschaftlichen Mehrwerts.

Denn - wie der Wirtschaftsminister klar stellt - diene der Abfangjäger-Kauf primär der Sicherung des österreichischen Luftraums: "Die Gegengeschäfte machen den Kauf nicht zum Geschäft für Österreich". Das zu behaupten wäre ein Schritt zu weit. Allerdings sei zu erwarten, dass es durch die Gegengeschäfte zu einem "wichtigen Schub für den Technologie-Standort Österreich kommen kann".

Auch das von der Regierung erforderte Ausmaß der Kompensationsgeschäfte von 200 Prozent des Kaufpreises hält Bartenstein für realistisch. In diesem Zusammenhang verweist der Wirtschaftsminister auf die Draken-Beschaffung. Hier habe man die Quote von 130 Prozent übererfüllt. Auch sei man mit allen drei primär genannten Anbietern ebenso in gutem Kontakt wie mit den Interessenten in Österreich. (APA)

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