US-Konzerne wegen Sklaverei auf Milliarden-Schadensersatz verklagt

27. März 2002, 06:33
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"Von ausbeuterischem System profitiert"

Washington - Im Namen von 35 Millionen Afro-Amerikanern haben Anwälte am Dienstag in New York drei große US-Firmen wegen Bereicherung durch Sklaverei verklagt. Sie werfen der Versicherungsgruppe Aetna, dem Finanzdienst FleetBoston und der Bahngesellschaft CSX vor, von einem ausbeuterischen System profitiert zu haben.

In der Klage, die vor einem Bundesgericht in Brooklyn eingereicht wurde, wird keine bestimmte finanzielle Forderung genannt. Sie schätzt jedoch, dass durch Sklaven zwischen 1790 und 1860 unbezahlte Arbeit für bis zu 40 Milliarden Dollar geleistet worden sei. Nach heutigem Wert wären dies rund 1,4 Billionen Dollar (1,6 Billionen Euro). In den USA wurde die Sklaverei mit dem Ende des amerikanischen Bürgerkrieges 1865 abgeschafft.

Ed Fagen, einer der Anwälte, verwies im Nachrichtensender CNN auf die geleistete Wiedergutmachung für erlittenes Unrecht an Opfer des Holocaust und an Amerikaner japanischer Herkunft. Dies Recht stehe auch den Nachkommen der Sklaven zu. (APA)

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