Verdacht auf Tarifdumping

26. März 2002, 21:41
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UTA erwägt Kartellklage gegen Telekom Austria

Der zweitgrößte heimische Telekomkonzern UTA erwägt eine kartellrechtliche Klage gegen den Marktführer Telekom Austria (TA). Der Vorwurf lautet auf unlauteren Wettbewerb. UTA-Sprecher Martin Halama bestätigte am Dienstag einen diesbezüglichen Bericht des aktuellen Wirtschaftsmagazins "trend". "Wir haben den Verdacht, dass die TA nicht genehmigte Tarife unter den eigentlichen Kosten anbietet", sagte Halama am Dienstag zur APA. Die Klage sei derzeit in Vorbereitung, eingebracht habe man die Klage aber noch nicht.

1,64 Cent

Als Beispiel nennt Halama die Technische Universität in Graz, der die TA laut Halama pro Gesprächsminute in der Lokalzone 1,64 Cent verrechnet. Die UTA zahle der TA für eine Minute Leitungsmiete ein Zusammenschaltungsentgelt (Interconnection) von 1,74 Cent. Dies deute darauf hin, dass die Gebühren, die die TA der Uni Graz verrechne, unter den Kosten lägen, so Halama.

Beschwerde

Beim Telekom-Regulator RTR hat die UTA diesbezüglich bereits Beschwerde eingelegt. Dies habe aber bisher kein Ergebnis gebracht, sagt der UTA-Sprecher. Ähnliche von der UTA angestrengte Verfahren laufen beim Regulator wegen eines TA-Sondertarifs für die Allgemeine Unfallversicherung (AUVA) und für das Arbeitsmarktservice (AMS).(APA)

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