Ambulanzgebühr bleibt weit hinter den Erwartungen

26. März 2002, 19:57
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31,14 Millionen Euro Einnahmen im ersten Jahr

Wien - Die Einnahmen aus der Ambulanzgebühr sind deutlich hinter den Erwartungen der Regierung zurück geblieben. Wie der ""Kurier" in seiner Mittwoch-Ausgabe berichtet, wurden im Jahr 2001 31,14 Millionen Euro vorgeschrieben. Eingeführt wurde die Gebühr im April. Umgerechnet auf heuer, das erste vollständige Jahr der Einhebung, rechnen die Experten damit, dass die geplanten Einnahmen von 72,7 Millionen Euro um ein gutes Drittel unterschritten und sich bei 45 Millionen Euro einpendeln werden.

Bei den 31,14 Millionen Euro für das erste Jahr handelt es sich um Vorschreibungen und nicht um tatsächliche Einnahmen. Wieviele Patienten die 10,90 Euro mit und die 18,17 Euro ohne Überweisung für einen Ambulanzbesuch tatsächlich entrichten, steht noch nicht fest. Die SPÖ hat dazu aufgerufen, die Gebühr vorerst nicht zu zahlen und einen Bescheid zu verlangen. Nach Angaben von ÖVP-Gesundheitssprecher Erwin Rasinger haben bei den ersten Vorschreibungen nur 73 Prozent bezahlt. Er glaubt aber, dass sich das ändern wird.

Im ersten, nicht ganz vollständigen Quartal der Einhebung von Mitte April bis Juni bekamen 332.859 Patienten eine Vorschreibung, im folgenden Quartal stieg die Zahl auf 569.381, um in den letzten drei Monaten des Jahres wieder auf 476.185 zu sinken. Gebührenpflichtige Besuche in den Ambulanzen wurden im zweiten Quartal 2001 644.153 registriert, im dritten Quartal 1,073.145 Besuche und im letzten 822.599. (APA)

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