Roadpricing setzt Verlage unter Druck

27. März 2002, 11:34
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"Es geht um viele Millionen Schilling pro Jahr"

Eine Ausnahme von Printmedien aus der Lkw-Maut auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen fordert Morawa-Direktor Wolfgang Rick. Das für voraussichtlich Sommer 2003 geplante Roadpricing hätte "eine enorme Belastungswelle für alle Verlage zur Folge."

"Es geht um viele Millionen Schilling pro Jahr" - "für viele Verlage nicht mehr verkraftbar", prognostiziert Rick gar Zeitungssterben in noch viel größerem Ausmaß als durch die Erhöhung der Posttarife für die Zeitungszustellung. Ohne "vollkommene Befreiung" der Zeitungstransporte von der Autobahnmaut sieht er die "schon jetzt viel zu geringe Pressevielfalt noch zusätzlich beeinträchtigt". Denn alternative Transportmöglich- keit gäbe es aufgrund der Zeitknappheit nicht.

Niedergeschrieben hat der Verlagsdirektor seine Besorgnis nun in einer Stellungnahme an die Sektion Handel der Bundeswirtschaftskammer. Und wünscht sich zudem einen Zusammenschluss der Verleger im Kampf für eine Ausnahmeregelung.

Des Themas noch nicht angenommen

Im Verband Österreichischer Zeitungen habe man sich des Themas noch nicht angenommen, meint indes Generalsekretär Walter Schaffelhofer: "Schwierig, eine nur auf die Presse abgestellte Ausnahme zu erwirken." Da müsste der Transport anderer lebenswichtiger Güter ebenfalls befreit werden. "Alles versuchen" wolle man aber auch im VÖZ. (jed/DER STANDARD, Print-Ausgabe vom 27. März 2002)

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