"Zwischen Mühlsteinen"

26. März 2002, 20:04
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Tiroler Unmut über Transitpolitik Reichholds

Innsbruck - Quer durch die Parteien wurde der Auftritt von Matthias Reichhold beim Brüsseler Verkehrsministerrat als Nagelprobe für dessen jüngste Aussagen bewertet, die um so kämpferischer ausgefallen waren, je näher eine Transitroute lag.

Bis zum Tiroler VP-Obmann Herwig van Staa reichen inzwischen die Anmerkungen, dass es höchst an der Zeit wäre, dass sich nicht nur ein Minister, sondern die gesamte Bundesregierung die Forderungen der Landtage aus Tirol und Salzburg auf einer Limitierung der Lkw-Fahrten zu beharren zu eigen macht. Fritz Gurgiser vom Transitforum sieht Reichhold in Gefahr zwischen "Ost-West-Mühlsteinen" zerrieben zu werden und Österreich in der "Geiselhaft der politischen Unfähigkeit" von Wolfgang Schüssel und Benita Ferrero-Waldner.

Nichts von den Veto-Drohungen Reichholds im Vorfeld des Ministertreffens halten die Verkehrssprecher Eva Lichtenberger (Grüne) und Kurt Eder (SPÖ). Lichtenberger hat Reichhold aufgefordert in seiner Verantwortung liegende Maßnahmen, wie ein Nachtfahrverbote und sektorale Fahrverbote anzuordnen. (DER STANDARD, Print- Ausgabe, 27. 3. 2002)

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