"Ökopunkte sinnlos ohne Obergrenze"

26. März 2002, 20:04
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Eisenbahngewerkschafter Wilhelm Haberzettl bringt Reichholds Plänen wenig Vertrauen entgegen

Wien - Österreichs obers- ter Eisenbahngewerkschafter Wilhelm Haberzettl sieht bei einer Verlängerung der Ökopunkteregelung Chancen für die Bahn; sie könnte sich auf mehr Transporte einstellen. Ohne eine mengenmäßige Beschränkung der Transitfahrten sei die Ökopunkteregelung jedoch "sinnlos", sagte Haberzettl anlässlich eines internationalen Aktionstages der Eisenbahner am Dienstag.

Der Gewerkschafter geht davon aus, dass es zu einem vermehrten Gütertransport auf der Schiene auch durch die geplante Einführung der elektronischen Lkw-Maut in Österreich und Deutschland kommt. Auch die im März 2003 anstehende Liberalisierung des grenzüberschreitenden Güterverkehrs sollte für Impulse sorgen. Notwendig sei aber, dass vor Inkrafttreten der Liberalisierungsrichtlinie Mindeststandards für die Ausbildung der Lokführer definiert werden. Haberzettl: "Passiert das nicht, wird es Sicherheitsprobleme geben."

Da mit einem EU-weit einheitlichen Lokführerschein nicht vor dem Jahr 2005 zu rechnen sei, sollte man sich in der Zwischenzeit zumindest in Österreich zu gesetzlich festgelegten Mindeststandards durchringen. (DER STANDARD, Print- Ausgabe, 27. 3. 2002)

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