Flugzeuge hat die Nato genug

26. März 2002, 19:37
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Verteidigungssystem schreibt niemandem vor, womit er sich rüstet

Wien - Das Argument, dass Österreich Abfangjäger für einen allfälligen Nato-Beitritt kaufen müsste, hält einer näheren Betrachtung nicht stand. "Es ist nicht so, dass einer Armee direkt vorgeschrieben würde, dass sie genau dies oder das kaufen müsste. Anders als im seinerzeitigen Warschauer Pakt gibt es da keine Zentralgewalt, die kommandiert, sondern feine politische und diplomatische Abstimmungen", sagt ein Militärdiplomat.

Den neu beitretenden Ländern wären allerdings Vorschläge - so genannte force goals - gemacht worden, die nach und nach erfüllt würden. Besonders fleißig ist etwa Litauen, das beim Prager Nato-Gipfel im November aufgenommen werden möchte.

An Luftkampfkapazitäten herrsche Nato-intern weniger Bedarf - "Flugzeuge gibt's genug", sagt der Militärexperte, der das belgische Angebot, Österreich gebrauchte F-16 zu leasen, als Beleg anführt. Aber das, was angeschafft werde, müsse ins NATINDAS, das Nato Integrated Air Defence System, passen. (DER STANDARD, Print- Ausgabe, 27. 3. 2002)

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