SPD holt in Umfragen wieder auf

26. März 2002, 19:24
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Stoibers Glanz verblasst

Trotz Spendenskandals und Gezerres im Bundesrat um das Zuwanderungsgesetz legt die SPD in Umfragen wieder zu: Laut Forsa-Umfrage käme sie auf 34 Prozent, einen Punkt mehr als eine Woche davor. Die Union CDU/CSU bleibt bei 41 Prozent. FDP und Grüne stehen unverändert bei neun bzw. sechs Prozent. Die PDS hat sich um einen Punkt auf sechs Prozent verschlechtert.

Der Glanz des Kanzlerkandidaten der Union, Edmund Stoiber, scheint indes immer mehr zu verblassen. Er musste erneut einen Punkt im direkten Vergleich mit Regierungschef Gerhard Schröder abgeben und liegt bei 32 Prozent. Schröder käme im Falle einer Direktwahl auf 41 Prozent.

Im Streit um die Rechtmäßigkeit der Bundesratsentscheidung zum Zuwanderungsgesetz kündigte Stoiber an, einen Brief an Bundespräsident Rau, der das Gesetz beurkunden muss, im Namen der unionsgeführten Länder schreiben zu wollen. Darin wolle man die rechtlichen Bedenken darlegen.

In Brandenburg betonten SPD und CDU am Dienstag nach getrennten Beratungen, die Koalition fortsetzen zu wollen. Brandenburgs gespaltenes Votum im Bundesrat hatte den Eklat ausgelöst.

(DER STANDARD, Printausgabe, 27.3.2002)
STANDARD-Korrespondentin Alexandra Föderl-Schmid aus Berlin
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