Lockheeds "letztes Angebot" für F-16 kommt noch

26. März 2002, 19:53
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US- Rüstungskonzern zeigt sich verhandlungsbereit

Washington/Fort Worth - Der US-Flugzeughersteller Lockheed Martin hat Gesprächsbereitschaft über den Preis für das amerikanische F-16-Angebot an Österreich erkennen lassen. "Unser letztes Angebot kommt noch", sagte ein Vertreter von Lockheed Martin in Fort Worth am Dienstag auf Anfrage. Die Verhandlungen um den Preis gehörten zum Wettbewerb um den Zuschlag für den Rüstungsauftrag, betonte er.

Die USA haben Österreich 30 gebrauchte F-16-Flugzeuge zum Kauf angeboten. Der Preis liegt laut einer offiziellen Notifikation an den Kongress bei "bis zu einer Milliarde Dollar". Seit gestern ist ein wesentlich billigeres Angebot aus Belgien für das Leasing von 24 gebrauchten F-16 bekannt, das aber nach Angaben des Verteidigungsministeriums verspätet eingereicht wurde.

Lockheed Martin profitiert derzeit nach Ansicht von Beobachtern von zahlreichen Rüstungsaufträgen, die von der US-Regierung vergeben werden. Die Bestände der US-Armee werden wieder aufgestockt, um neben Afghanistan für einen möglichen weiteren Militäreinsatz gerüstet zu sein. US-Präsident George W. Bush plant für die kommenden fünf Jahre eine Erhöhung der jährlichen Verteidigungsausgaben um insgesamt 120 Milliarden Dollar auf 451 Milliarden Dollar.

Neben Lockheed-Martin mit der "F-16" sind auch noch Saab-BAE-Systems mit dem Gripen und das europäische "Eurofighter"-Konsortium im Rennen um die Nachfolge für die maroden Draken-Abfangjäger. Alle drei Bieter wurden vom Verteidigungsministerium in Wien aufgefordert, Informationen nachzuliefern und ihre Angebote nachzubessern. Alle drei Angebote entsprechen noch nicht zur Gänze den Anforderungen, hieß es. Eine Typenentscheidung soll vor dem Sommer fallen. (APA)

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