Madagaskar: Mindestens zwei Tote bei politischen Unruhen

26. März 2002, 18:10
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Zusammenstöße zwischen Sicherheitskräften und Anhängern des selbsternannten Präsidenten Ravalomanana

Antananarivo - Bei Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Anhängern des selbsternannten Präsidenten Marc Ravalomanana sind in Madagaskar zwei Demonstranten getötet worden. Rund 40 Menschen wurden bei dem Protestmarsch am Dienstag nach Krankenhausangaben verletzt. In Fianarantsoa rund 600 Kilometer südlich der Hauptstadt Antananarivo hatten sich mehrere tausend Demonstranten versammelt, um ihre Unterstützung für Ravalomanana kundzutun. Polizei und Armee trieben die Menge mit Schüssen und Tränengas auseinander.

Ravalomanana sieht sich als Sieger der Präsidentschaftswahl vom 16. Dezember und erklärte sich am 22. Februar zum neuen Staatschef von Madagaskar. Anfang März stellte er ungeachtet der Verhängung des Kriegsrechts mit Unterstützung Zehntausender seiner Anhänger seine "Regierung" vor. Seitdem liefert er sich mit dem bisherigen Präsidenten Didier Ratsiraka einen Machtkampf.(APA)

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    Armeesoldaten vor dem Haus des Premierministers in Antananarivo

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