Maier-Anwalt denkt an fünf Millionen Euro Schadenersatz

26. März 2002, 17:13
15 Postings

Voruntersuchungen in Salzburg sollen in vier Wochen abgeschlossen sein

Wien/Innsbruck - Die Anwälte von Hermann Maier werden nach dem folgenschweren Unfall des österreichischen Ski-Stars am 24. August des Vorjahres mit einem deutschen Rentner in Radstadt deftige Schadenersatzforderungen stellen. Karl-Heinz Klee, Anwalt des österreichischen Ski-Verbandes und von Maier, erklärte gegenüber der Münchner Zeitung "tz", dass es sich "um die fünf Millionen Euro" handeln werde.

Klee stützt sich dabei vor allem auf das bereits seit zwei Wochen vorliegende Gerichtsgutachten, laut dem Maier keine Schuld an dem Unfall trifft. Maier erlitt damals einen offenen Unterschenkelbruch und leidet nach wie vor an den Nachwirkungen. Der 29-Jährige, dessen Jahreseinkommen auf nahezu sieben Millionen Euro geschätzt wird, konnte in dieser Saison kein einziges Rennen bestreiten und verpasste damit auch die Olympischen Spiele in Salt Lake City.

Die Voruntersuchungen sollen laut Angaben der Staatsanwaltschaft Salzburg in spätestens vier Wochen abgeschlossen sein. Der Münchner Autofahrer muss danach wohl mit einer Anklage wegen "schwerer und fahrlässiger Körperverletzung" rechnen. Nach der gerichtlichen Klärung des Sachverhalts wollen Maiers Anwälte laut Klee dann die "zivilrechtlichen Ansprüche" einklagen, falls die Versicherungen der an dem Unfall beteiligten Parteien bis dahin keine Einigung über einen Ausgleich der beanspruchten Schadenssumme erzielt haben.(APA/vwd)

Share if you care.