Fußball-WM für Premiere-Seher teurer als erwartet

26. März 2002, 16:29
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"Man kann nicht jede Zusatzleistung kostenlos machen"

Die Fußball-WM 2002 wird für den Großteil der Premiere-Kunden teurer als erwartet. Der Pay-TV-Sender der ums Überleben kämpfenden KirchGruppe verlangt für sein WM-Paket 35 Euro zusätzlich zur Monatsmiete. Mit dem Extra-Entgelt will der mit mehreren Milliarden Euro verschuldete Abo-Kanal einen Teil der kostenintensiven WM-Berichterstattung mit 64 Live-Spielen finanzieren.

"Man kann nicht jede Zusatzleistung kostenlos machen, das können wir unseren Kunden auch erklären", sagte Premiere-Unternehmenssprecher Dirk Heerdegen der dpa am Dienstag. "Der Preis ist mit der Exklusivität zu rechtfertigen." Bisher hatten die PR- Strategen des Senders die Zusatzkosten verschwiegen. Die Olympischen Winterspiele, die Premiere in diesem Jahr erstmals zeigte, waren im Sport-Abo für 30 Euro monatlich enthalten.

Kleine Ausnahemen

Ausgenommen von der Extra-Zahlung für die WM ist nur ein kleiner Teil der derzeit 2,4 Millionen Premiere-Kunden. Dazu zählen Abonnenten, die ihren Vertrag nach dem 13. Jänner abgeschlossen haben oder ihren laufenden Kontrakt zu den aktuellen Konditionen verlängern. Neukunden, die bis 30. April ein Sport-Abo erwerben, erhalten das WM-Paket inklusive. ARD und ZDF dürfen nur 24 WM-Spiele zeigen sowie die Partie um Platz drei, wenn die deutsche Mannschaft beteiligt ist. (APA/dpa)

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